7 Tipps für eine bessere Work-Life-Balance inkl. OECD Ländervergleich

Die sogenannte Work-Life-Balance beschreibt die Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Eine optimale Work-Life-Balance liegt vor, wenn sich Beruf und Privatleben miteinander in Einklang bringen lassen und sich beide Bereiche gegenseitig positiv aufeinander auswirken. Der Beruf soll das Privatleben nicht negativ beeinträchtigen – und andersherum. Dieser Artikel befasst sich mit der Work-Life-Balance in den OECD Ländern und gibt praktische Tipps, die zu einer besseren Work-Life-Balance beitragen.

Autor: Thomas W. Frick, 01.11.2019, Thema: Work-Life-Balance

Work-Life-Balance in den OECD Ländern

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz OECD, erhob Daten, welche die Qualität der Work-Life-Balance in 35 Mitgliedsländern, sowie in Brasilien, Russland und Südafrika widerspiegeln. Die Studie, auf die sich die folgende Grafik bezieht, ergab, dass sich vor allem die Arbeitszeit maßgeblich auf das Gleichgewicht von Arbeit und Berufsleben auswirkt. Berücksichtigt wurden unter anderem die Beschäftigungsrate von Müttern, die persönliche Freizeit und die Anzahl an Menschen, die 50 oder mehr Stunden pro Woche arbeiten. Letztgenannter Faktor liegt in den Niederlanden zum Beispiel bei 0,4 %, in Deutschland bei 4 %.  Im Gesamtergebnis schneidet Kolumbien am schlechtesten ab, die Niederlande führen die Liste an und Deutschland landet auf dem neunten Platz.

Infografik: Länder mit der besten Work-Life Balance | Statista

 

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Tipps: So verbesserst du deine Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance wird selbstverständlich von vielen Faktoren beeinflusst, die du nicht unbedingt selbst in der Hand hast. Dazu gehören beispielsweise meist die Arbeitszeit und das Arbeitsumfeld. Dennoch kannst du einiges tun, um mehr Ausgewogenheit zwischen Beruf und Privatleben zu schaffen. Unsere Tipps verraten dir, wie du die Sache angehen kannst.

1. Tipp: Zeitmanagement als A und O

Work-Life-Balance TippsDas A und O einer zufriedenstellenden Work-Life-Balance ist das Zeitmanagement. Der Tag ist nun einmal auf 24 Stunden beschränkt und keine Woche hat mehr als sieben Tage. Der Grund für Überstunden und Arbeit am Wochenende ist häufig in einer zeitraubenden Arbeitsweise zu finden. Es kostet Zeit, einen Zeitplan zu erstellen – letztendlich lassen sich dadurch aber wöchentlich Stunden sparen und Zeitfresser minimieren. Sieh dir am Ende eines Arbeitstages an, was am nächsten Tag ansteht und lege fest, wie viel Zeit du für die jeweilige Aufgabe aufbringen kannst und möchtest. Bleibe dabei realistisch, sei aber ruhig ambitioniert. So gibst du dir selbst eine feste Struktur, die natürlich in sich flexibel ist und dir hilft, dich nicht unnötig lange mit eigentlich einfachen Arbeiten aufzuhalten.

2. Tipp: Zielsetzung in den Lebensbereichen

Dein Leben lässt sich beispielsweise in die Bereiche Arbeit, Gesundheit, Sozialkontakte und persönliche Bestreben unterteilen, wobei sich die Bereiche teilweise überschneiden können. Schreibe auf, was dir in den einzelnen Bereichen besonders wichtig ist. Was brauchst du, um deine Gesundheit zu erhalten? Was erwartest du von deinem Arbeitsplatz und von dir als Arbeitnehmer? Welche sozialen Kontakte möchtest du pflegen? Und welche Hobbys tun dir einfach nur gut? Setze dir Ziele für jeden Bereich und überlege dir auch, wie viel Zeit du jeweils wöchentlich investieren möchtest. Die Ergebnisse müssen natürlich in dein Zeitmanagement einfließen.

3. Tipp: Prioritäten setzen

Work-Life-Balance Prioritäten“Du kannst alles erreichen, wenn du bereit bist, alles dafür zu geben” – hast du diesen Spruch schon einmal gehört? Er besagt, dass jeder Mensch eine gewisse Kapazität besitzt und diese nach seinen Prioritäten einsetzen muss. Wer sich nur auf die Arbeit konzentriert, hat gute Chancen, die Karriereleiter steil hinaufzuklettern, muss dafür aber in Kauf nehmen, den Kontakt zu Freunden zu verlieren, Hobbys aufgeben zu müssen und keine Zeit für gesundes Essen oder körperliche Bewegung zu haben. Wenn du sämtlichen Aufgaben, Wünschen und Zielen dagegen die exakt gleiche Priorität beimisst, wirst du womöglich in keinem weit kommen. Überlege genau, welche Tätigkeiten dir besonders viel wert sind und welche du nicht vergessen, aber vergleichsweise vernachlässigen kannst. Auf den Arbeitsalltag übertragen bedeutet das, wichtige Aufgaben – so unangenehm sie vielleicht auch sein mögen – sofort zu erledigen und weniger eilige Angelegenheiten dafür hinten anzustellen.

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4. Tipp: Pausen machen

Zahlreiche Studien konnten belegen, dass regelmäßige Pausen die Konzentration fördern und zu einer gesunden Work-Life-Balance beitragen. Dabei spielt es auch eine Rolle, wie die Pausen gestaltet werden. Ein Sandwich vor dem PC hinunterzuschlingen und dabei ein paar Mails zu checken ist keine Pause. Verlasse dein Büro, mache einen kurzen Spaziergang oder ein paar Dehnübungen, unterhalte dich mit Kollegen, schließe die Augen für ein paar Minuten oder öffne das Fenster und atme tief durch.

5. Tipp: Ich-Zeit

Um langfristig zufrieden zu sein, braucht jeder Mensch qualitative Zeit mit und für sich selbst. Wie du diese Zeit verbringst, ist dabei zweitrangig. Du kannst ein heißes Bad nehmen, deine Lieblingsserie ansehen oder ein gutes Buch lesen. Damit du dir die Zeit dafür auch wirklich nimmst, kannst du dein Vorhaben als festen Termin im Kalender vermerken – ein Termin, der nicht verschoben werden kann.

6. Tipp: Arbeitsteilung

Du fragst dich, woher du die Zeit für dich selbst nehmen sollst? Dann ist es vielleicht nötig, einige Aufgaben zu delegieren. Möglicherweise kannst du gewisse Tätigkeiten im Haushalt an Partner, Kinder oder Mitbewohner abgeben, um dir ein bisschen mehr Freizeit zu verschaffen.

7. Tipp: Arbeitsplatzwechsel als Option

Wenn du feststellst, dass dich dein Job nur noch stresst, du das Gefühl hast, ständig zu arbeiten und alle anderen Lebensbereiche dafür gefährlich vernachlässigen zu müssen, solltest du über einen Arbeitsplatzwechsel nachdenken. Natürlich ist ein solcher Wechsel kurzfristig mit Stress verbunden – auf lange Sicht kann sich deine Work-Life-Balance dadurch aber erheblich verbessern. Dieser Artikel befasst sich mit der Entscheidung für oder gegen einen Jobwechsel.

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